Ziele

Das Ziel des KOLEGEA Vorhabens (Kooperatives Lernen und mobile Gemeinschaften für berufsbegleitende Weiterbildung in Allgemeinmedizin) ist die Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung eines Weiterbildungskonzepts und eines unterstützenden, Web2.0-basierten Systems für kooperatives Lernen in beruflichen sozialen Netzwerken (Communities) in der Facharztweiterbildung. KOLEGEA richtet sich speziell an Ärzte in Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin. Ihr Weiterbildungsweg ist gekennzeichnet durch ärztliche Tätigkeit in verschiedenen, fachlich und örtlich nicht vernetzten medizinischen Einrichtungen und Hausarztpraxen, was einen berufsbegleitenden Wissensaustausch sowie kooperatives Lernen in Peer-Communities erheblich einschränkt.

Mobiles Forum

Zur Überwindung dieser strukturellen Defizite wird eine Web2.0-basierte Lernplattform mit Werkzeugen für kooperative Generierung, Strukturierung und Visualisierung von „lernergenerierten“ Wissensartefakten und ihrer Integration mit professionellen medizinischen Inhalten entwickelt. Speziell werden Web2.0-Werkzeuge zur interaktiven Visualisierung medizinischer Best-Practices (medizinische Leitlinien) sowie zur kooperativen Erzeugung und Vernetzung von medizinischen Fallbeispielen aus beruflicher Praxis der Lernenden entwickelt. Schließlich werden Dienste für mobile Communities integriert, um die soziale Interaktion und den Erfahrungsaustausch zwischen den Lernenden zu fördern.

Leitlinien

Fallbeispiele

Die entwickelten Lösungen werden zu einer funktionsfähigen Web2.0 Weiterbildungsplattform für Allgemeinmedizin integriert und in den Pilot-Regionen Berlin und Brandenburg eingeführt. Der nachhaltige Betrieb wird von dem KMU-Partner theCode AG im Auftrag der beteiligten Ärztekammern (ÄK Berlin, LÄK Brandenburg) geleistet und baut auf seinen bestehenden Lösungen für medizinische Institutionen auf. Durch die Projektergebnisse wird die Effektivität und Attraktivität der Weiterbildung in Allgemeinmedizin gesteigert und dadurch ein wichtiger Beitrag zur Minderung des bestehenden Ärztemangels sowie zur Verbesserung der künftigen hausärztlichen Versorgung, speziell in ländlichen und strukturschwachen Gebieten geleistet.